Springreiten

Coole Jungs auf dem Sprung

Coole Jungs auf dem Sprung

Coole Jungs auf dem Sprung

Tingleff/Tinglev
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Galopp über die Stangen: Marcuz, Noah und Anders habens drauf. Foto: kjt

Springreiten bildet einen neuen Schwerpunkt im Tingleffer Reitklub und spricht vor allem auch Jungen an.

Marcuz Svarre fegt auf seinem Pony nur so die Bahn entlang. Die Hindernisse sind nicht sehr hoch, beachtlich ist der Ritt des 11-Jährigen aber dennoch. Da sag noch einer, Reiten ist nur etwas für Mädchen. Jungs können es auch und im Tingleffer Reitklub gleich ein ganzes Team.

Marcuz hat erst kürzlich mit seinen Kollegen Anders Lund (13) und Noah Muntenjon (12) an einem Mannschaftsspringen („Stilstafet“) teilgenommen. Bei der Landesmeisterschaft in Herning wird das Trio nun wieder an den Start gehen. Dressur muss dabei auch beherrscht werden, denn das wird bei dieser Kategorie mitbewertet. Die drei Jungs machen aber keinen Hehl daraus, dass Springen irgendwie mehr Spaß bringt. „Das ist schon aufregender“, so Marcuz am Rande einer Trainingseinheit im Tingleffer Reitklub.

Die Einheit wird von Trainerin Henriette Holm geleitet. Selbst eine begeisterte Springreiterin, hat sie das Springreiten im Klub vorangebracht. „Als ich 2013 anfing, gab es drei Springreiter. Mittlerweile sind es 26, verteilt auf fünf Gruppen“, so die 38-Jährige, die auch an Wettkämpfen teilnimmt. Dass sie das Springreiten anschiebt, freut nicht zuletzt Holger Holm, Vorsitzender des Klubs und Onkel von Henriette. Er ist voll des Lobes für den generellen Einsatz seiner Nichte. Er und seine Vorstandskollegen hoffen, dass das Springen vor allem noch mehr Jungen in den Klub lockt.

Das Springtrio mit Tainerin Henriette Holm. Foto: Kjeld Thomsen

Nicht so viel Gerede

Als Mädchendomäne sei das Reiten im Freundeskreis nicht verschrien. Gelästert wird nicht, wie Anders, Marcuz und Noah versichern. „Wir reden aber auch nicht so viel über Pferde und Reiten, wie die Mädchen“, so Marcuz mit einem Schmunzeln. Anders und Noah pflichten ihm bei. Nein, so viel wie sich die reitenden Schwestern mit dem Thema befassen, muss es wirklich nicht sein. Dann schon lieber aktiv sein auf der Bahn und weiter am Umgang mit dem Pferd und am Springen feilen.

Den ganz großen Wettkampfgedanken hegen die drei nicht. Sie erfreuen sich am gemeinsamen Trainieren, und ihnen reicht erst einmal der Teamwettbewerb. Mal sehen, was da noch kommt. Anders spielt auch gerne Badminton und nimmt am Ringreiten teil. „Allerdings nicht mit Pferd, sondern mit dem Trecker“, wie er sagt.

Marcuz hat noch Turnen auf dem Aktivitätsplan und hat schon öfters am richtigen Ringreiten teilgenommen. Noah kickt gerne. Gemeinsam haben alle drei das Springreiten. Henriette Holm wird alles dran setzten, dass das Trio bei der Stange bleibt. „Springreiten ist meine absolute Leidenschaft“, so die 38-Jährige, die ihre Begeisterung gerne teilt. „Jungs halten es in der Regel für spektakulärer als Dressur. Da ist mehr Action drin“.

Henriette Holm ist nicht zufällig die treibende Kraft bei der Planung und Durchführung des fast schon legendären BeachJump, das der Verein erneut auf Röm austrug. Vielleicht nehmen daran in Zukunft ja noch mehr männliche Springreiter teil. Am Tingleffer Klub soll es nicht liegen…

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