Landwirtschaft

Auf Feld von Kaj Petersen wachsen noch Leckerbissen der Milchkühe

Bei Kaj Petersen wachsen noch Leckerbissen der Milchkühe

Bei Kaj Petersen wachsen noch Leckerbissen der Milchkühe

Stterup/Sottrup
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Bei Sotterup werden noch im größeren Stil Futterrüben angebaut. Sie sind für Kühe wahre Leckerbissen. Foto: Volker Heesch

Der Landwirt baut in Sotterup Feld zwischen Bredewatt und Sottrup noch Futterüben an. Die einst in großen Mengen angebauten Feldfrüchte gehen als Futterzusatz an Nachbarhöfe.

Auf den Feldern zwischen Bredewatt (Bredevad) und Sotterup (Sottrup), die teilweise an Aufforstungen und kleinere Feuchtgebiete grenzen, ist in diesen Tagen der Landwirt Kaj Petersen mit der Ernte von Futterrüben beschäftigt. Die bis vor wenigen Jahrzehnten noch weit verbreitete Feldfrucht wird inzwischen in Nordschleswig nur noch selten angebaut. Mais und Gras haben als Silagefutter die Futterrüben verdrängt.

Kaj Petersen baut die Futterrüben für Nachbarbetriebe an, die die Rüben Futtermischungen beigeben. Foto: Volker Heesch

„Für Kühe sind Futterrüben aber immer noch ein Leckerbissen“, so der 70-jährige Petersen, dessen Hof am Weg Galgebrostene nicht weit entfernt vom einstigen Hinrichtungsplatz der Schluxharde liegt. Auf dem Hof betreibt sein Sohn Henning ein Lohnunternehmen und eine Maschinenwerkstatt. Petersen liefert die Futterrüben an Höfe mit Milchviehbeständen in der Nachbarschaft. Schon vor vielen Jahren gibt es auf dem eigenen Hof kein Vieh mehr. „Die Rüben werden dem Mischfuttter beigefügt“, so Petersen und fügt hinzu, dass die Rinder das Futter mit dem Zusatz mit großem Genuss fressen.

Auf seinem Land werden auch Kartoffeln angebaut. Er berichtet, dass seine Flächen relativ trocken sind und so die Feldfrüchte auf dem sandigen Boden im Herbst meist problemlos geerntet werden können.

Die Futterrüben sind aus alten Kulturpflanzen hervorgegangen. Rote Bete und Mangold sind für die menschliche Ernährung gezüchtete Sorten. Foto: Volker Heesch

Die Futterüben sind durch Zucht aus der gemeinen Rübe entstanden. Bereits im 18. Jahrhundert wurde in den Rüben ein bedeutender Zuckergehalt festgestellt, sodass aus diesen auch Zuckerrüben gezüchtet wurden, für die industrielle Zuckergewinnung. Bei den zweijährigen Pflanzen wurde ursprünglich nicht zwischen Pflanzen für die Tierfütterung und die Zuckergewinnung unterschieden.

Steckrübe mit Kohl verwandt

Die als Steckrübe bezeichnete Rübe ist nicht mit der Futter- und Zuckerrübe verwandt. Während die Futterrübe in die Familie der Fuchsschwanzgewächse gehört, zählt die Steckrübe zu den Kohlgewächsen. Lange hatte diese den Ruf einer Nahrungspflanze in Notzeiten. Berüchtigt sind die Rübenwinter während des Ersten Weltkriegs, doch ist die Steckrübe heute als leckeres Wurzelgemüse längst sehr beliebt. Für Menschen essbar sind aber auch die Futterrübe und deren verwandte Formen, Rote Bete und Mangold.

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Volker Heesch
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