Deutsche Minderheit

Mit Verkauf ist der Ballast weg

Mit Verkauf ist der Ballast weg

Mit Verkauf ist der Ballast weg

Tondern/Tønder
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Während des Festivals nutzen die jungen Spitzen wieder das Turnerheim. Foto: Monika Thomsen

Der Vorstand der SG West ist nach dem Verkauf des Turnerheims erleichtert. Die LAS bietet dem Sportverein im Brennerhaus einen eigenen Versammlungsraum an.

Der Vorstand der SG West ist erleichtert. Der Verkauf des Turnerheims hat ihm einen schweren Ballast von den Schultern genommen. Der bauliche Zustand ließ zu wünschen übrig, Investitionen waren erforderlich für Geld, das die Spielgemeinschaft nicht hatte. „Hätten wir so 2019 und 2020 weiter gemacht, wären wir nicht mehr zahlungsfähig gewesen“, meinte der Vereinsvorsitzende Hauke Grella bei der beschämend schlecht besuchten Generalversammlung.

„Wir haben gerade aufgrund des Zustandes des Hauses und offener Fragen nicht den erhofften Preis erzielt. Dass das Haus künftig privat genutzt werden soll, muss der Käufer mit der Kommune klären. Da Bundesmittel im Vereinshaus stecken, ist das Geld zunächst in dem großen Volksgruppen-Topf gelandet, aber mit der festen Option, dass es in Tondern ausgegeben wird“, erläuterte der Vereinsvorsitzende.

Da der Verein und damit der Vorstand über keinen eigenen Versammlungsraum verfügt, kam Versammlungsleiter Jesper Jessen als Vorsitzender der Ludwig-Andresen-Schule mit einem Angebot: Im Brennerhaus könne die Schule einen eigenen Raum für die SG West zur Verfügung stellen. „Der Verkaufserlös des Turnerheims könnte beispielsweise in die Aufwertung des Geräteraums investiert werden“, so der LAS-Vorsitzende.

In dieser Hinsicht würde der SG-West-Vorstand bald in die Puschen kommen, versicherte Grella. Das Turnerheim kostete die SG West im Jahr 2013 fast 157.000 Kronen. 2014: rund 145.000 Kronen, 2015: ca. 95.000 Kronen, 2016: 80.300 Kronen und 2017 fast 50.000 Kronen. 2018 waren es rund 44.000 Kronen, mehr als der Sportbetrieb.

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