Deutsche Minderheit

DSSV geht mit rund 1.290 Schülern und drei Baustellen ins Schuljahr

Sara Wasmund
Sara Wasmund Hauptredaktion
Nordschleswig
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Die Deutsche Schule Tingleff. Foto: Archivbild: DN

Der Deutsche Schul- und Sprachverein verzeichnet kurz vor Schulbeginn rund 20 Kinder mehr als im vergangenen Jahr.

Mit leicht gestiegenen Schülerzahlen geht der Deutsche Schul- und Sprachverein für Nordschleswig (DSSV) in das neue Schuljahr. In der kommenden Woche nehmen die deutschen Schulen in Nordschleswig ihren Betrieb wieder auf – mit 1.290 Schülern, so die aktuellste Zahl des DSSV.

Die konkreten Fallzahlen werden erst Anfang September festgestellt, wenn das Schuljahr begonnen hat und die offiziellen nach Kopenhagen durchgegeben werden. Aber schon jetzt kann Schulrat Claus Diedrichsen sagen: „Wir gehen mit stabilen Schülerzahlen in das nächste Jahr. Sowohl die deutsche Schule in Pattburg als auch in Sonderburg verzeichnen eine sehr gute Entwicklung mit steigenden Schülerzahlen.“

Vor einem Jahr waren es 1.270 DSSV-Schüler, „das Plus von rund 20 Schülern ist natürlich erfreulich“, so Claus Diedrichsen. In den Schulfreizeitordnungen sind derzeit 370 Kinder angemeldet. In den fünf Stadtschulen in Sonderburg, Tondern, Hadersleben, Apenrade und Tingleff gibt es die Mittelstufe mit den Klassen 8 und 9, in Tingleff und Sonderburg beginnen in der kommenden Woche auch Zehntklässler ihr neues Schuljahr.

Alle Stellen besetzt

Personell ist der DSSV in der glücklichen Situation, alle Stellen besetzt zu haben. „Sowohl was die Schulleiterstellen als auch die Lehrstellen angeht, sind wir voll besetzt“, freut sich Claus Diedrichsen. In Sachen Dänischunterricht arbeite man „pro aktiv“ daran, auch in Zukunft kompetente Dänischlehrer einzustellen. „Kompetente Dänischlehrer sind schwer zu finden, aber wir haben eine Strategie, mit der es uns gelingen sollte“, sagt Claus Diedrichsen. Für ihn ist es der letzte Start ins Schuljahr als Schulrat, Ende des Jahres wird er sein Amt an Anke Tästensen übergeben.

Herausfordernd sei zudem der neue Tarifabschluss, der auch die Personalkosten für den DSSV ansteigen lässt. „Die Geldmittel erhalten wir ja erst mit drei Jahren Verzug, hier müssen wir also einiges überbrücken. Da besteht Handlungsbedarf, und wir blicken gespannt auf den Vorschlag für das Finanzgesetz, der wohl Ende August vorgelegt wird. Wir hoffen, dass die Politiker diesen Umstand berücksichtigen werden“, so Diedrichsen.

Für das Schuljahr 2018/19 steht zudem die Überarbeitung der Lehrpläne auf dem Programm, die Fachgruppenarbeit soll aktiviert, und strukturiert werden und des Weiteren will der DSSV sein in die Jahre gekommenes Sprachkonzept überarbeiten und aktualisieren.

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