Nachruf

Trutz Kob gestorben

Trutz Kob gestorben

Trutz Kob gestorben

cvt, jw/shz
Flensburg
Zuletzt aktualisiert um:
Trutz Kob Foto: ös/shz

Trutz Kob, ehemaliger Flensburger Bundesliga-Handballer und Trainer, Nationalspieler und langjähriger Sportlehrer des Deutschen Jugendverbandes für Nordschleswig, ist im Alter von 79 Jahren gestorben.

Trutz Kob ist am 9. Februar im Alter von 79 Jahren verstorben. Kob war lange als Sportlehrer und Handballtrainer in Nordschleswig aktiv und konnte auf eine erfolgreiche Handball-Karriere zurückblicken.

Er war 1971 als Spieler ein Leistungsträger beim Aufstieg des Flensburger Turner-Bundes in die damals noch zweigleisige Bundesliga. Er war der Trainer (mit Dieter Naujeck), als 1979 ein zweites Mal der Sprung gelang, diesmal mit dem TSB Flensburg, der inzwischen aus FTB und ATSV Flensburg entstanden war.

Der am 1. Juli 1940 geborene Trutz Kob kam mit seiner Familie 1949 aus Ostpreußen nach Flensburg. Er erlebte auch die Glanzzeiten des Feldhandballs, erreichte 1962 das Achtelfinale der Deutschen Meisterschaft.

Kob brachte es auch auf einige Berufungen in die Nationalmannschaft. Als sich in den 60er Jahren der Handball in die Halle verlagerte, war er auch auf dem Parkett eine verlässliche Größe, zunächst als Spieler, später immer wieder als Trainer. Er sprang ein, wenn der TSB ihn brauchte, ein letztes Mal in der Regionalliga-Saison 1986/87.

Beruflich hat er Heizungs- und Sanitärbauer gelernt, später ließ er sich zum Sportlehrer ausbilden und arbeitete schließlich mehr als 25 Jahre beim Deutschen Jugendverband für Nordschleswig. Er hat viele nordschleswigsche Handballer trainiert – und er kannte sie auch Jahrzehnte später fast alle beim Namen – und auf welcher Position sie spielten.

Kob hinterlässt seine Ehefrau Inge und zwei Kinder.

Nachruf früherer DJN-Vertreter

Trutz Kob ist am 9. Februar im Alter von 79 Jahren verstorben. Er war mehr als 25 Jahre lang Sportlehrer beim Deutschen Jugendverband für Nordschleswig (DJV).

Sein Haupteinsatz war Handball. Viele haben die Techniken des Handballspielens von ihm gelernt und erinnern sich stets an seine Methoden, ob es die Mikros, Jugendliche oder die Erwachsenen waren.

Trutz oder Kobi, wie er von vielen genannt wurde, hatte stets den richtigen Draht zu den Spielern und Spielerinnen. Trutz konnte sich, wenn man mit ihm über die Spieler in Nordschleswig sprach, immer erinnern, wo der Einzelne gespielt hatte und ob er rechts oder Linkshänder war.

Wir haben Trutz, sowohl als seine „Vorgesetzen“ und als super Kollegen bei all seinen Einsätzen, sei es bei den vielen Handballturnieren, als Trainer und Betreuer unserer vielen Auswahlmannschaften, auf dem Knivsberg, nicht nur beim Kreiden der vielen Handballfelder, bei den vielen Mikroturnieren in der Tingleffer Sporthalle oder im jährlichen Scheldelager, als den ruhigen und stets interessierten und freundlichen Sportlehrer kennen und schätzen gelernt.

Es sei aber auch erwähnt, dass er ein Fachmann im Tennis war. Viel Freude für uns war immer, wenn er mal ein paar von seinen kleinen Anekdoten erzählte.

Ein Höhepunkt für ihn war auch die Feier zu seinem 25. Dienstjubiläum in der vollen Sporthalle in Tingleff, wo er seine Arbeit in den Vereinen Revue passieren ließ.

Nach seiner Erkrankung vor 19 Jahren, seiner Kündigung vom Verband, haben wir privat viele, viele nette Stunden mit Trutz und seiner Frau Inge verbracht. Bei diesen privaten Treffen hörte er stets gerne
Geschichten aus Nordschleswig.

Lustig war es auch, wenn er ein paar Worte Schwedisch mit uns sprach. Er meinte, das könne er besser als Dänisch.

Wir werden ihn sehr vermissen und hoffen, dass die Familie ein wenig Trost in den vielen gemeinsamen
Erlebnissen finden kann.

Wir werden ihn stets in bester Erinnerung haben.

Die ehemaligen Sportwarte des Jugendverbandes, Dieter Johannsen und Erwin Iwersen, und seine langjährige Kollegin, Sportlehrerin Helga Iwersen

Beisetzung in Flensburg

Die Abschiedsfeier und Urnenbeisetzung findet am Freitag, 21. Februar um 14. Uhr von der Kapelle des Friedhofes Friedenshügel in Flensburg aus statt. Die Familie bittet anschließend zu einem Beisammensein in die TSB-Vereinsgaststäte „Turner's“ in der Eckenerstraße 24 (siehe Traueranzeige).

Anmerkung der Redaktion: Der Artikel ist am Sonntagnachmittag um einige biografische Daten und ein Foto ergänzt worden.

Mehr lesen