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Bittere Pille in der Nachspielzeit

Bittere Pille in der Nachspielzeit

Bittere Pille in der Nachspielzeit

Herning
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Stark in der Luft waren wieder einmal Stefan Gartenmann und Duplexe Tchamba. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

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SønderjyskE hatte mit dem Ausgleich in der Nachspielzeit einen Punkt gegen den Tabellenführer zum Greifen nahe, doch die SønderjyskE-Kicker wurden doch noch von Wolke sieben geholt.

Das war eine bittere Pille, die die SønderjyskE-Fußballer tief in der Nachspielzeit einstecken mussten. Ein grausames Schicksal, nur Millimeter von einem überraschenden Punktgewinn beim Tabellenführer FC Midtjylland entfernt, doch die diesmal in Orange gekleideten Hellblauen waren selber Schuld.

Eine schwache Kopfballabwehr von Emil Kornvig, der zur Ecke hätte klären müssen, landete direkt vor die Füße von Awer Mabil und zwei Sekunden später lag der Ball im eigenen Netz.

Der FC Midtjylland kam in der fünften Minute der Nachspielzeit doch noch zum 3:2-Siegtreffer gegen eine SønderjyskE-Mannschaft, die vier Minuten zuvor durch Emil Frederiksen zum Ausgleich gekommen war.

Ein schmeichelhafter Ausgleich, aber dennoch ein Ausgleich, den sich die Gäste mit einem ansehnlichen Auftritt ein Stück weit verdient hatte. Der ansehnliche Auftritt hat aber nicht zur Überraschung gereicht. Die Qualität war beim Gegner schlichtweg größer.

Emil Holm jubelt über sein frühes Führungstor. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

SønderjyskE trat in Herning anfangs mutig auf und wurde gleich in der sechsten Minute mit dem Führungstreffer belohnt. Bei einer Flanke des agilen Jeppe Simonsen hatten die Gastgeber noch in höchster Not geklärt, doch bei der anschließenden Ecke griff Torwart Elias Olafsson ins Leere und ermöglichte Emil Holm den Kopfball zum 0:1.

Die erste Hälfte der ersten Halbzeit lief nach den Vorstellungen der Gäste, die weitere Möglichkeiten hatten, aber zusehends unter Druck gerieten. Es war aber weiterhin ein offener Schlagabtausch mit einem ausgeglichenen Chancenverhältnis.

Der FCM hatte Pech bei einem Lattentreffer von Erik Sviatchenko, kamen kurz vor dem Seitenwechsel aber doch noch zum verdienten Ausgleich. SønderjyskE hatte bis dahin gut verteidigt, doch gegen eine doppelte Seitenverlagerung war kein Kraut gewachsen. Evander traf zum 1:1.

Zur Sache ging es in einer lebhaften Partie. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

SønderjyskE hatte an dem Ausgleich zu knabbern und kam nicht gut zur zweiten Halbzeit raus. Die Midtjylland-Führung lag in der Luft, doch wie sie zustande kam, darüber wir man sich bei SønderjyskE ärgern. Gegen die beste Mannschaft der Liga bei Standards stimmte die Zuordnung nicht. Jeppe Simonsen war gegen den besten Kopfballspieler der Liga schlichtweg überfordert. Erik Sviatchenko bedankte sich mit dem 2:1 nach einer Ecke in der 54. Minute.

Nach einer Stunde ließ der Druck der Gastgeber nach. Einerseits sicherlich auf die müden Beine nach dem Europapokal-Auftritt vom Donnerstag zurückzuführen, andererseits aber auch auf die intakte Moral des Tabellenvorletzten, der wieder mehr am Ball war.

Der FCM hatte scheinbar Spiel und Gegner im Griff, doch SønderjyskE kam am Ende doch noch zu Chancen. Torwart Elias Olafsson machte auf der eigenen Torlinie seinen eigenen wieder gut, musste in der 91. Minute dann doch noch hinter sich greifen.

Emil Frederiksen traf nach schöner Vorarbeit von Jeppe Simonsen, doch am Ende jubelten dann doch die Gastgeber.

FC Midtjylland - SønderjyskE (1:1) 3:2

0:1 Emil Holm (6.), 1:1 Evander (42.), 2:1 Erik Sviatchenko (54.), 2:2 Emil Frederiksen (90.+1), 3:2 Mads Hansen (90.+5).

FCM: Elias Olafsson – Joel Andersson, Daniel Høegh (57.: Juninho), Erik Sviatchenko, Paulinho – Raphael Onyedika, Evander, Nikolas Dyhr (77.: Dion Cools) – Gustav Isaksen (65.: Awer Mabil), Victor Lind (77.: Mads Hansen), Pione Sisto.

SønderjyskE: Lawrence Thomas – Emil Holm (46.: Rilwan Hassan), Stefan Gartenmann, Duplexe Tchamba, Marc Dal Hende – Julius Eskesen (71.: Emil Kornvig), Victor Mpindi (83.: Kristofer Kristinsson), Mads Albæk (89.: Isak Steiner Jensen) – Daniel Prosser (71.: Emil Frederiksen), Abdulrahman Taiwo, Jeppe Simonsen.

Gelbe Karten: Victor Mpindi.

Schiedsrichter: Jakob Kehlet. VAR-Schiedsrichter: Aydin Uslu.

Zuschauer: 8.582.

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