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Blühende Kreativität im Pop-up-Laden

Blühende Kreativität im Pop-up-Laden

Blühende Kreativität im Pop-up-Laden

Tondern/Tønder
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Drei junge Frauen im Laden
Maja Mikkelsen Andreasen, Louise Hansen Rasmussen und Henriette Enig (v. l.) macht die Arbeit im Laden und das kreative Werkeln Spaß. Foto: Monika Thomsen

Schüler des maßgeschneiderten Lehrgangs in Abel gehen unter die Geschäftsleute. Sie arbeiten das ganze Jahr an der bunten, handgemachten Produktpalette.

Ein Pop-up-Laden bereichert derzeit das Angebot in der Geschäftszeile in der Vestergade in Tondern. Die maßgeschneiderte Ausbildung für junge Menschen (Særlig tilrettelagt ungdomsuddannelse STU), die nach dem Volksschulabschluss aufgrund verschiedener Herausforderungen keine herkömmliche Jugendausbildung absolvieren können, hat während der Vorweihnachtszeit einen Laden geöffnet. Die dreijährige Ausbildung läuft in Regie der kommunalen Jugendschule und ist in Abel angesiedelt.

Einige der 35 Schüler machen bei dem Laden in Tondern mit. Dazu gehören Henriette Enig (20 Jahre), Louise Hansen Rasmussen (18 Jahre) und Maja Mikkelsen Andreasen (19 Jahre). Für die drei ist es eine willkommene Abwechslung etwas anderes zu machen, und es sei ein bisschen ein Höhepunkt des Jahres.

Spaß an der Arbeit im Laden

Im Laden werden die Sachen verkauft, die im Laufe des Jahres in den verschiedenen Werkstätten entstehen. Daher gibt es ein breitgefächertes Angebot an attraktiven Waren und Einzelstücken.

„Es ist schön, den Laden zu haben. Dann können wir die Dinge verkaufen, die wir gemacht haben“, sagen die drei jungen Frauen, die spontan einwilligen, von ihrem Projekt zu berichten. Im hinteren Teil des Ladens wird fleißig gewerkelt. Einige befassen sich mit Lederschnüren, Henriette bastelt Sterne und Maja kann gut mit der Nähmaschine umgehen. „Die Holzwerkstatt ist in Scherrebek, wo wir auch nähen“, berichtet Maja.

Die Nachhaltigkeit wird gewichtet

„Die verschiedenen Unterrichts-Linien tragen alle zum Laden bei“, erläutert Lehrerin Trine Abild Andersen. Die Schüler beteiligen sich alle auf ihre Art. Bei dem Produktions-Vorhaben wird die Nachhaltigkeit gewichtet, und es handelt sich nahezu ausnahmslos um Material aus zweiter Hand. Die Einrichtung bezieht Werkstoff von verschiedenen Firmen, die für diese keine Verwendung haben. Sei es zum Beispiel Stoff, Holz oder Leder.

Ein Ausschnitt aus dem reichhaltigen Angebot. Foto: Monika Thomsen

Die Ideen dafür, was aus dem Material gemacht werden kann, werden gemeinsam ausgebrütet, oder entstehen im Alleingang. Somit beflügelt der zur Verfügung stehende „Grundstoff“ die Fantasie. Als Maja ein Stück Stoff in der Hand hatte, kam sie von selbst darauf, dass es sich als Kissenbezug gut machen würde.

Die jungen Menschen pflücken aber auch Obst und kochen daraus Marmelade. „Die Kürbismarmelade ist bald weg“, weiß Henriette. Wenn keine Kunden im Laden sind, werden schon mal Weihnachtslieder angestimmt. Der Humor kommt in der gemütlichen Runde nicht zu kurz.

Sonnabend, 7. Dezember, ist der letzte Öffnungstag

Den drei Mädchen gefällt die Arbeit im Laden. Es freut sie, dass viele Kunden den Weg in ihren Laden gefunden haben, obgleich sie bislang nur von 10 bis 13 Uhr geöffnet hatten. Am Sonnabend, 7. Dezember, hat das Geschäft erstmals am Wochenende geöffnet. Zwischen 10 und 16 Uhr ist die letzte Chance, sich mit den von handgemachten Produkten einzudecken.

Freitag ist von 10 bis 17.30 Uhr geöffnet. Dort gibt es Möbel, Kerzenhalter aus Holz in verschiedenen Schattierungen, Kissen, Tischdecken, Spiele aus Holz, Vogelhäuschen, „Nissehuer“ und vieles mehr.

Die Schüler werden an die Kundenfreundlichkeit herangeführt

Die Schüler lernen auch, an der Kasse zu stehen und was es erfordert, kundenfreundlich zu sein.„Von den anderen Geschäften werden wir immer sehr gut aufgenommen“, berichtet Trine Abild Andersen.

Es ist das dritte Mal, dass STU in der Vorweihnachtszeit in der Fußgängerzone mit einem Laden präsent ist. Dieses Mal im westlichen Ende, wo früher der Kindermodeladen „Lasse & Mathilde“ seinen Standort hatte. „Die Rahmen sind hier gut“, sagt Trine Abild Andersen.

Somit kann Louise dort auch mit ihrem Rollstuhl umher kommen. Indes schauen sich Maja und Henriette schon mal nach einer Stelle im Verkaufsraum um, die sich für das Fotoshooting für sie alle drei am besten eignet. Mon

Junge Frauen setzten sich Wichtelmützen auf
Die jungen Frauen setzen sich Zipfelmützen auf Foto: Monika Thomsen
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