Julehjertebyen

Blaskapelle und Julehjerteby – Zufallsfund mit Zukunft

Blaskapelle und Julehjerteby – Zufallsfund mit Zukunft

Blaskapelle und Julehjerteby – Zufallsfund mit Zukunft

Apenrade/Aabenraa
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Die Blaskapelle des Deutschen Jugendverbandes für Nordschleswig auf der Bühne der „Weihnachtsstadt der Herzen“ (Julehjertebyen) Foto: Jan Peters

Ein Zufall brachte die Musiker aus der deutschen Minderheit auf die Bühne der Weihnachtsveranstaltung. Orchesterleiter und Weihnachtsstadt-Chefin sind begeistert vom Auftritt und planen mehr.

„Ein Zufall brachte uns hierher“, berichtet Dieter Søndergaard, Leiter der Blaskapelle des Deutschen Jugendverbandes für Nordschleswig. Er stand am Sonntag mit einem Teil des Orchesters auf der Bühne der „Weihnachtsstadt der Herzen“ (Julehjertbyen) in Apenrade.

Die Kapelle sorgte für Stimmung, spielte bekannte Weihnachtslieder, bei denen mitgesungen und -getanzt werden konnte.

„Das sollten wir machen“

Der Zufall, den Søndergaard ansprach, ereignete sich bei einem Kulturfest in Apenrade. Dort sah Malene Bruhn, die Hauptverantwortliche der „Weihnachtsstadt“, die Kapelle und war ganz begeistert von dem DJN-Orchester. Über den Organisator des Kulturfestes nahm sie Kontakt mit Orchesterleiter Søndergaard auf und fragte, ob er sich nicht vorstellen könne, in Apenrade in der Weihnachtsstadt aufzutreten. „Ich habe die Frage in das Orchester mitgenommen und dort waren alle der Meinung: „Das sollten wir machen“, berichtet Søndergaard.

Knapp 20 Blechbläser, unterstützt von einem Trommelset, fanden sich schließlich am Sonntag auf der „Julehjerteby-Bühne“ wieder und verbreiteten musikalische Weihnachtsstimmung.

Malene Bruhn gefiel das anscheinend so gut, dass sie sich gleich im Anschluss des Konzertes an den Leiter wandte und fragte, „ob wir im kommenden Jahr auch wieder dabei sein wollen“, berichtet Søndergaard. „Und ich denke, dass wir das machen werden.“ Allerdings müssen die Orchestermitglieder vorher noch gefragt werden.

Julehjertebyen

Vor elf Jahren gab es die erste „Julehjerteby“ (Weihnachtsstadt der Herzen) in Apenrade.
Malene Bruhn, eine alleinstehende Mutter aus der Fördestadt, fasste 2008 den Entschluss, einen Ort in der Stadt zu schaffen, wo alle – vor allem die Menschen ohne viel Geld – zur Weihnachtszeit willkommen sind und gratis schöne Erlebnisse sammeln können.
Die Idee, die ihr vorschwebte: ein Apenrade zu schaffen, wie es anno 1850 war; mit Kopien der Häuser, wie sie zur damaligen Zeit dort standen; mit historischen Trachten und mit Milchreis, der auf dem Holzofen kocht, Apfelkrapfen, die im heißen Öl gebacken werden sowie Suppe, die auf dem offenen Feuer kocht.

Der Verein „Et hjerte for alle“ (Ein Herz für alle) steht mit vielen freiwilligen Helfern für die Durchführung der – inzwischen zur Attraktion gewordenen – Veranstaltung.

Über Spendeneinnahmen finanziert sich „Julehjertebyen“, und der Verein „Et hjerte for alle“ kann jedes Jahr sogar knapp eine halbe Million Kronen an Bedürftige verteilen, denen es zur Weihnachtszeit an Geld für Geschenke oder für ein Weihnachtsessen fehlt.

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