Eishockey

SønderjyskE meldet sich zurück

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Woyens/Vojens
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Foto: Karin Riggelsen

Die Eishockeyspieler von SønderjyskE sind endlich in den Playoffs angekommen. Die Hellblauen spielten mit der Leidenschaft und dem Mute der Verzweiflung, so wie es Trainer Mario Simioni gefordert hatte, und wurden mit dem ersten Sieg in der Viertelfinal-Serie gegen die Rødovre Mighty Bulls belohnt.

Der Favorit konnte mit dem 5:2-Erfolg den Rückstand in der Best-of-seven-Serie auf 1:2 verkürzen und darf sich in dieser Verfassung wieder berechtigte Hoffnungen auf den Einzug ins Halbfinale machen.

Das Feuer in den Augen, die Entschlossenheit in den Zweikämpfen, der Zug zum Tor, die Lauf- und Einsatzbereitschaft waren wieder da, doch das ist auch gegen einen starken Gegner nötig, der abgeklärt und taktisch diszipliniert sein Ding durchzieht.

SønderjyskE konnte nach einem wackeligen Start über den Kampf zum Spiel finden und legte mit einem starken zweiten Drittel den Grundstein zum Erfolg. Rødovre wurde eingeschnürt, konnte sich kaum aus der Umklammerung befreien und kassierte drei Gegentore.

Mit einer 4:1-Führung schien gegen Ende des Mitteldrittels schon eine Vorentscheidung gefallen, doch eine Massenschlägerei in der 37. Minute brachte SønderjyskE vom Kurs ab. Frederik Bjerrum schoss den Puck Bruchteile einer Sekunde nach dem Abpfiff ins Tor und wurde mit einem brutalen Stockschlag bestraft. Die Verteilung der Strafen der überforderten Schiedsrichter war fragwürdig. Korrekt war aber die Spieldauer Disziplinarstrafe für den nach langer Verletzungspause zurückgekehrten Steffen Frank, der von der Bank aufs Eis sprang und sich einmischte. Als Verantwortlicher für seine Mannschaft musste somit auch Trainer Mario Simioni auf die Tribüne.

Die Gastgeber wirkten kurz verunsichert, kassierten in Unterzahl den zweiten Gegentreffer, doch Daniel Madsen machte kurz darauf mit dem 5:2 den Sack zu. Der Sieg wurde danach sicher über die Zeit gebracht.

SønderjyskE hat sich zurückgemeldet, darf aber gegen diesen Gegner keinen Augenblick den Fuß vom Gaspedal nehmen. Der Einsatz hat gestimmt, doch spielerisch können die Hellblauen noch zulegen, nicht zuletzt im Powerplay. Der Weg ins Halbfinale ist noch weit, aber in dieser Verfassung für die SønderjyskE-Mannschaft machbar. Es wartet ein heißer Tanz in Spiel vier am Freitag in Rødovre.

SønderjyskE - Rødovre Mighty Bulls (1:0,3:1,1:1) 5:2

1:0 T.J. Moore (13:26/Ass.: Matt Prapavessis, Frederik Bjerrum), 2:0 T.J. Moore (20:43/Ass.: Gabriel Desjardins, Frederik Bjerrum), 2:1 Mads Eller (21:16), 3:1 Phil Marinaccio (32:05/Ass.: Rod Pelley), 4:1 Martin Eskildsen (35:48/Ass.: Steffen Frank, Anders Førster), 4:2 Steffen Klarskov Nielsen (41:40/5 gegen 4), 5:2 Daniel Madsen (45:33/Ass.: Christian Silfver, Mathias Borring Hansen).

Spieldauer Disziplinarstrafe: Steffen Frank (37.) Zeitstrafen: SønderjyskE 1x5 und 7x2 – RMB 8x2 Minuten. Schiedsrichter: Martin Christensen/Michael Nielsen. Zuschauer: 3.996.

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