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Philippinischer Staat möchte Arbeitsbedingungen seiner Landsleute im Ausland untersuchen

Philippinischer Staat möchte Arbeitsbedingungen seiner Landsleute im Ausland untersuchen

Philippinischer Staat möchte Arbeitsbedingungen seiner Landsleute im Ausland untersuchen

Pattburg/Padborg
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Foto: Christer Holte/Ritzau Scanpix

Dubiose Machenschaften der dänischen Transportfirma Kurt Beier hat Inselstaat auf den Plan gerufen. Senator spricht von Misshandlung.

Der Skandal um die unwürdigen Arbeits- und Lebensbedingungen von meist philippinischen Fahrern beim Transportunternehmen Kurt Beier Transport mit Niederlassung in Pattburg hat den philippinischen Staat auf den Plan gerufen. Der Senat will widrige Umstände der philippinischen Fahrer im Ausland untersuchen, meldet TV2 auf Berufung philippinischer Medien.

An der Spitze der Untersuchung steht demnach Senator Joel Villanueva. „Es ist frustrierend zu wissen, dass einigen unserer philippinischen Arbeiter bessere Möglichkeiten versprochen wurden und sie dann unterbezahlt, misshandelt und missbraucht werden“, wird der Senator zitiert. In seinen Augen findet soziales Dumping statt, wenn in Ländern mit hohem Einkommen Arbeiter aus Ländern mit niedrigerem Löhnen angestellt werden, um damit die Betriebskosten zu verringern und juristische Begrenzungen zu umgehen.

„Keine philippinischer Arbeiter und insbesondere nicht die, die weit weg von ihren Familien arbeiten, verdienen es, Opfer dieser kränkenden Behandlung zu werden“, so der Senator. Während die umstrittenen Methoden von Kurt Beier, philippinische Fahrer über eine polnische Tochtergesellschaft zu niedrigen Löhnen in EU-Länder einzusetzen, im Ausland weitere Kreise zieht, stehen im Sonderburger Gericht vorgerichtliche Anhörung an. Vom 3. bis 7. Dezember sind Befragungen zu Kurt Beier Transport A/S angesetzt.

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